9. Dezember 2010

" ein kleines Gedichtchen"

 ...welches ich selbst geschickt bekam, ...und mich etwas nachdenklich machte....
schaut selbst, wer mag!



*Ein Gedicht zur Weihnachtszeit:*


Wer gammelt so spät noch durch Sträucher und Tann?
Ich mag es nicht glauben, der Weihnachtsmann.
Sein Mantel ist rot und sein Bart nicht verschneit,
und für einen Schwatz hat er wohl eh keine Zeit.


Die Hände voll mit Tüten von Aldi und Netto,
und bestimmt hat der Alte auch noch andere Marken in petto.
Jetzt wird mir's auch klar und ich wundre mich nich,
das ich jedes Jahr von Aldi nen Schlafanzug krich.


Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichten und Tann
und es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.
Denn der kam mit einen Schlitten und Rentier davor,
darauf einem Sack voll Spielzeug und Süßen und dazu sang ein Engelchor.


Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig man sieht es ihm an.
Er schleppt keinen Sack mehr mit kleinen Geschenken.
Nein, er hält duzende Plastetüten in seinen knorrigen Händen.


"He Alter", so sag ich ganz still vor mich hin,
"was ist nur aus Dir geworden, was ist des Weihnachtsfest Sinn?"
Da plötzlich dreht er sich zu mir um,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.


Dann spricht er zu mir der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.
"Das Fest der Liebe ist es lange nicht mehr,
alle wollen viel Fressen und der Geschenke noch mehr.


Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber es gibt auch welche, für die kauf bei Aldi ich ein.
Die Menschen wurden undankbar, geldgeil und gierig
und sagt überhaupt einer Danke, dann klingt das schon schmierig.


Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid.
Doch daran zu denken hat wohl keiner mehr Zeit.
Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren
wurde einst doch laut Bibel der Heiland geboren.


Doch besinnliche Weihnacht, das kannst Du heute vergessen,
erst Geschenke aufreissen dann kräftig fressen,
welch Kind singt heut noch ein Lied, wer kennt noch ein Gedicht
und nach dem Ursprung der Weihnacht frag ich lieber nicht.


Das heilige Fest wie wir einst es gedacht,
wurde lange schon durch Euch zum Konsumrauschfest gemacht.
Ich schleppe mich ab jedes Jahr mit den teuersten Geschenken
aber an den Ursprung der Weihnacht will heut keiner mehr denken."


Und als seine Worte zu Ende er bringt,
eine Träne mehr über seine Wangen rinnt.
"Mach's besser, mein Freund" so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im Nu.


Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tann,
dann mehme ich meine Gedanken zusamm,
ich gehe nach Hause und für mich steht es fest
ich feiere dieses Jahr das alte Weihnachtsfest.


Wir werden zusammen sitzen unterm Tannenbaum
und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden Mann
den dennoch jeder der will auch erfüllen kann.
Und wir werden der wahren Weihnacht gedenken
und uns nicht sinnlos mit Werten beschenken,
und singen die alten Lieder im Kerzenschein,
ja, und wer weiß, vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.


Ich wünsche es mir und Euch allen von Herzen
eine frohe gesunde Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen,
ohne viel Stress mit viel mehr besinnlicher Zeit,
die Ohren macht auf, die Herzen macht weit.
Ich hoffe es wird ein Fest der Liebe und Freude denn dann,
und das sage ich Euch schon heute,
gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann,
einen alten, aber glücklichen Weihnachtsmann.


von Alexander aus Dresden
*****
Anschliessend freue ich mich sehr, wieder eine neue Leserin bei mir begrüßen zu dürfen.
♥ lich Willkommen *Gazynia*

Kommentare:

  1. Klaudia,
    du hast recht. Es stimmt ein wenig anchdenklich. Ich wundere mich aber auch schon seit einigen Jahren immer, was da so alles abläuft in der Adventszeit. Größer,mehr und Teuer! Auch im Radio immer diese Gejammere und Gestöhne von den Moderatoren:"Ich habe noch lange nicht alle geschenke und ich gehe sowieso immer erst Heiligabend einkaufen!" Wie liebevoll! Und dann kommen sie sich auch noch immer so toll vor!

    Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich habe meine Geschenke schon lange beisammen. Brauche aber auch nicht viel. Habe nur meine Eltern. Aber die sollen natürlich auch was Schönes von mir bekommen. Kostet es weniger ist es schön, kostet es ein bisschen mehr ist es auch nicht schlimm. Mir ist wichtig, dass ich hundertprozentig weiß, dass sie sich freuen werden Und da bin ich mir in diesem Jahr auch mal wieder ganz sicher!

    In diesem Sinne wünsche ich dir noch eine ruhige Adventszeit.
    Marion

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  2. Traurig-
    aber wahr ....
    Leider !
    Eine wunderschöne,besinnliche Weihnachtszeit
    wünscht
    Michaela

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  3. Liebe Klaudia ,
    danke, das du diese Geschichte mit uns teilst ...

    Liebe und nachdenkliche Grüße
    von der Rena

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  4. Ich kenne das Gedicht oder ein sehr ähnliches, damals war meine erste Reaktion, wie bei allen anderen auch: traurig aber wahr, heute sehe ich das ganz anders, das Weihnachten, die Adventszeit gestaltet jeder einzelne für sich, wenn man sich also einen bestimmten Traum bewahren möchte,muß man bei sich selbst anfangen.
    weihnachtliche Grüße
    Petra

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♥♥♥ - lichen Dank, für deinen lieben Kommentar !
Ich freue mich über dein Interesse an meinen Arbeiten! ♥♥♥

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